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Jahresrechnung
Bern verdient Millionen, plant Steuersenkung

Stadt Bern: Gut im Strumpf. Keystone

Die Hauptstadt hat 2014 einen Überschuss von gegen 30 Millionen Franken erwirtschaftet. Die Politiker rechnen fest mit einer Steuersenkung.

Veröffentlicht am 23.03.2015

Die Stadt Bern weist für 2014 einen Überschuss von gut 30 Millionen Franken aus. Finanzdirektor Alexandre Schmidt führt dies auf unverhofft hohe Steuer- und Finanzerträge zurück, wie er vor den Medien sagte.

Mit dem Überschuss will die Stadtregierung ein neues «Kässeli» speisen, eine sogenannte Spezialfinanzierung für energetische und ökologische Sanierungen. Konkret geht es um eine Reihe von älteren Hallenbädern und Kunsteisbahnen, die laut Schmidt wahre «Energieschleudern» sind. Das letzte Wort hat das Stadtparlament.

Finanzlage insgesamt positiv

Schmidt zeichnete ein insgesamt positives Bild der Stadtberner Finanzlage. Das Bevölkerungswachstum bringe zwar in den nächsten Jahren einen beträchtlichen Investitionsbedarf mit sich; unter anderem brauche es mehr Schulraum. Doch die lange ersehnte Steuersenkung sei nun in Sichtweite.

2016 sei es dafür noch zu früh, sagte Schmidt - der Gemeinderat sei schon froh, wenn er für nächstes Jahr eine schwarze Null budgetieren könne. Die Exekutive fasse aber eine Senkung der Steueranlage von derzeit 1,54 für das Jahr 2017 ins Auge.

So lange mag Schmidts Partei, die FDP, nicht warten. Es sei «höchste Zeit, den Steuerzahlern etwas zurückzugeben und die Steuern ab 2016 moderat zu senken», verlangten die Freisinnigen am Montag per Communiqué. Ihrer Forderung wollen sie mit einer Motion im Parlament Nachdruck verleihen.

(sda/chb)

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