Die Menschen auf der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeerhalbinsel Krim haben nach Angaben der Regionalregierung beim Referendum am Sonntag für einen Beitritt zu Russland gestimmt. Nach Auszählung der Hälfte der Stimmen votierten etwa 95,5 Prozent für einen Beitritt der Krim zu Russland. Dieses vorläufige Ergebnis teilte der Wahlleiter der prorussischen Führung, Michail Malyschew, am Sonntagabend in Simferopol mit. Die Wahlbeteiligung habe bei etwa 82 Prozent gelegen.

Die USA und die Europäische Union werden das Ergebnis des Referendums auf der Krim nicht anerkennen. Die Volksabstimmung sei nicht rechtens, teilten EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy mit. Die EU-Aussenminister beraten am Montag über Sanktionen gegen Russland. Auch US-Aussenminister John Kerry habe in einem Telefonat mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow bekräftigt, dass die Abstimmung nicht legal sei, verlautete aus Washington.

Auf der Krim sind Russen in der Überzahl

Kerry habe auf eine politische Lösung der Krise gedrungen. Russland müsse eine Verfassungsreform in der Ukraine unterstützen, die die Rechte von Minderheiten wie die der russischsprachigen Bürger schütze. Auf der Krim sind Russen in der Überzahl, weshalb erwartet wurde, dass die Wahlberechtigten mehrheitlich für eine Eingliederung der Krim in die Russische Föderation votieren.

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(reuters/sda/se)