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«Bild»-Anzeige «juristischer Mumpitz»

Der Korrespondent von Schweizer Radio DRS Casper Selg bezeichnet die Anzeige des deutschen Boulevard-Blattes als «juristischer Mumpitz». Die Zeitung versuche auf der «Emotionswelle» mitzureiten.

Veröffentlicht am 04.04.2012

Casper Selg von Radio DRS deutet die «Bild»-Anzeige in einem Beitrag als unsinniges Konvolut. Auf die Frage, was denn inhaltlich vorhanden sei, meinte er: «Lauter Unsinn, wenn Sie mich fragen: Freiheitsberaubung, Falschanzeige, Nötigung, Beihilfe zu Steuerhinterziehung. Machen wir ein Beispiel: Freiheitsberaubung könnte man Sommaruga vorwerfen, wenn sie die drei Steuerbeamten einige Tage bei sich zuhause eingesperrt hätte. Das ist meines Erachtens juristischer Mumpiz! Hier geht es nicht um eine ernstgemeinte Strafanzeige, sondern um einen publikumswirksamen Aufreger.»

Über die Motive des deutschen Boulevard-Blattes meint DRS-Korrespondent Selg: «Ich glaube, die «Bild» nimmt nicht die SPD-Positionen auf, sondern generell die Empörung. Viele in Deutschland finden es unglaublich, dass Steuerfahndern, die hinterzogenen Milliarden nachgehen sollen, von einem Nachbarland mit Haft gedroht wird. Diese Empörung nimmt die «Bild» auf - und versucht, auf dieser Emotionswelle zu reiten.»

(chb/muv)

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