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Bildungsdirektorin Aeppli tritt nicht mehr an

Regine Aeppli: «Es soll mir nicht so gehen wie meiner Mutter.»   Keystone

Die Zürcher SP-Regierungsrätin Regine Aeppli steht für die Wahlen 2015 nicht mehr zur Verfügung. Nach 28 Jahren in der Politik sei es Zeit für etwas Neues

Veröffentlicht am 13.05.2014

Zwölf Jahr sind genug. Die Zürcher SP-Regierungsrätin Regine Aeppli tritt zu den Wahlen 2015 nicht mehr an. Dies gab Aeppli am Dienstag vor den Medien bekannt. Die 61-jährige Vorsteherin der Bildungsdirektion ist seit 2003 Mitglied der kantonalen Exekutive.

Zwölf Jahre seien eine lange Zeit, sagte Aeppli an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz in Zürich. Schon 2011 habe sie gedacht, dass dies wohl die letzte Legislatur für sie sein werde. «Es soll mir nicht gehen wie meiner Mutter, die mit 60 Jahren die Möbel fürs Altersheim aussortierte, mit 80 aber immer noch nicht dort wohnte», sagte Aeppli.

Nach 28 Jahren in der institutionellen Politik sei es Zeit für etwas Neues. Die Rechtsanwältin Regine Aeppli Wartmann gehörte von 1995 bis 2003 dem Nationalrat an. Zuvor war sie acht Jahre lang Kantonsrätin. Aeppli könnte sich unter anderem vorstellen, ihr Wissen und ihre Erfahrung bei Non-Profit-Organisationen einzubringen.

Akzente in der Bildungspolitik

Als Bildungsdirektorin hat Aeppli wichtige Akzente in der Schulreformpolitik gesetzt und ein neues Volksschulgesetz durch die Abstimmung gebracht. Darauf und auf die gelungene Umsetzung sei sie stolz, sagte die SP-Politikerin. Ausserdem ergriff sie mit der Quereinsteiger-Ausbildung und einer Lohnrevision wirksame Massnahmen gegen den Lehrermangel.

In den letzten Monaten kamen sie und ihre Direktion zunehmend wegen mutmasslicher Indiskretionen in der Affäre Mörgeli unter Druck. Diese Affäre spiele für ihren Rücktritt keine Rolle, betonte Aeppli.

Mit Aeppli tritt nun die zweite Regierungsrätin nach Finanzdirektorin Ursula Gut (FDP) bei den Wahlen im Frühling 2015 nicht mehr an. Somit erhält die 7-köpfige Zürcher Kantonsregierung mindestens zwei neue Mitglieder. In der Zürcher Regierung hat die SP zwei Sitze.

SP will Sitz verteidigen

Für die SP ist klar, dass sie ihren zweiten Regierungsratssitz verteidigen wird, wie der Präsident der Kantonalpartei, Daniel Frei, sagte. Bis Mitte Juli könnten die Sektionen nun ihre Nominationsvorschläge einreichen.

Die Nomination soll dann am 27. September durch die Delegiertenversammlung erfolgen. Bereits bekannt ist, dass Sicherheitsdirektor Mario Fehr für die SP wieder antreten wird.

(sda/vst)

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