Binnen drei Tagen sind auf der griechischen Insel etwa 22'500 Flüchtlinge und Migranten registriert worden. Die Zahl beziehe sich auf den Zeitraum von Montag- bis Donnerstagabend, teilte die örtliche Polizei der Nachrichtenagentur AFP mit.

Auf Lesbos, wo normalerweise nur etwa 85'000 Menschen leben, kommen derzeit besonders viele Flüchtlinge von der nahen türkischen Küste an, die meisten von ihnen aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Die örtlichen Behörden waren der Lage vor einigen Tagen kaum noch Herr. Viele Menschen mussten unter freiem Himmel schlafen. Auch gab es gewaltsame Zusammenstösse zwischen der Polizei und Flüchtlingen sowie zwischen verschiedenen Flüchtlingsgruppen.

Mit Fähren aufs Festland

Seit der Eröffnung eines Registrierungszentrums am Montag entspannte sich die Lage allmählich. Zahlreiche Flüchtlinge konnten inzwischen auf Fähren zum griechischen Festland übersetzen. Weiterhin kommen aber aus der Türkei Schlauchboote mit jeweils dutzenden Flüchtlingen auf Lesbos an.

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(sda/dbe)