Gemäss Frankreichs Justizministerin Christiane Taubira sind einen Monat nach den Terrorangriffen in Paris bislang 6,7 Millionen Euro an die Familien der Opfer gewährt worden. Die Gesamtentschädigungen für die Familien der Opfer könnten am Schluss die Summe von 300 Millionen Euro erreichen, sagte Taubira in einem Interview mit der Tageszeitung «Parisien/Aujourd’hui en France» vom Donnerstag. Allein für Reisekosten für Verletzte und ihre Angehörigen wurden bis heute 771'000 Euro ausbezahlt. 

Zuständig für die Auszahlungen an die Opfer, ihre Hinterbliebenen und Verwandten ist der französische Opfergarantiefonds Fonds de garantie des victimes des actes de terrorisme et d'autres infractions (FGTI). Der Fonds wurde 1986 von der Regierung eingerichtet.

130 Tote bei Anschlägen auf Paris

Bei den Anschlägen vom 13. November in Frankreichs Hauptstadt Paris kamen 130 Menschen ums Leben. 352 Personen wurden bei den Attacken zum Teil schwer verletzt. Islamistische Terroristen griffen unter anderem das Bataclan-Theater, das Fussballstadion Stade de France sowie Bars und Cafés an. Am meisten Opfer waren im Bataclan zu verzeichnen, wo beim Terrorangriff ein Konzert der US-Band Eagles of Death Metal im Gang war.

(bar)

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