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«Blockupy»: Katz-und-Maus-Spiel in Frankfurt

Die Demonstrationen gegen EZB, Commerzbank & Co. in der Main-Metropole gehen weiter - es kommt zu Festnahmen.

Veröffentlicht am 18.05.2012

Demonstranten der Blockupy-Bewegung und die Polizei lieferten sich am Freitag in Frankfurt ein Katz-und-Maus-Spiel. Nach Polizeiangaben versammelte sich am Vormittag trotz des Demonstrationsverbots eine dreistellige Personenzahl in mehreren Gruppen im Villenviertel Westend und am angrenzenden Messeeingang.

Mindestens zwei Gruppen wurden laut einem Augenzeugen von Polizisten eingekreist. Allein an der Messe stand knapp 100 Demonstranten ein Grossaufgebot von Dutzenden Polizisten mit rund 50 Mannschaftswagen gegenüber.

Nach Polizeiangaben wurden bis zum Vormittag 40 Demonstranten festgenommen. Rund 40 Organisationen haben noch bis Samstag unter dem Schlagwort «Blockupy» zu Protesten in Frankfurt gegen die Krisenpolitik von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) aufgerufen.

Am Freitag wollten sie weite Teile des Bankenviertels lahmlegen. Die Stadt hatte die Demonstrationen verboten und zur Begründung auf Sicherheitsbedenken verwiesen. Die Polizei setzt nach eigenen Angaben in der Zeit von Mittwoch bis Samstag 5000 Beamte ein, äussert sich aber nicht zu ihrer Einsatzstärke an einzelnen Tagen.

In der deutschen Bankenmetropole war es am Donnerstag wiederholt zu nicht erlaubten Kundgebungen gekommen. Am Abend räumte die Polizei den Rathausplatz Römerberg mit rund 700 Aktivisten.

(vst/sda)

 

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