Der WikiLeaks-Informant Bradley Manning ist wegen Geheimnisverrats und anderer Vergehen schuldig gesprochen worden, kann aber überraschend im am schwersten wiegenden Anklagepunkt einen Freispruch verbuchen.

Ein US-Militärgericht in Fort Meade bei Washington urteilte, der 25-jährige Soldat sei nicht der Unterstützung des Feindes schuldig. Eine Verurteilung in diesem Punkt hätte eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne Bewährung zur Folge gehabt. Manning war in 21 Punkten angeklagt und hatte sich in einigen weniger schweren Punkten schuldig bekannt.

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Manning hatte 700'000 geheime Dokumente an die Internet-Enthüllungsplattform WikiLeaks übergeben und damit das grösste Datenleck der US-Geschichte aufgerissen. Eines der weitergegebenen Videos zeigt einen Hubschrauberangriff auf eine Menschenmenge 2007 in Bagdad. Unter den Opfern waren auch zwei Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Manning wurde im Mai 2010 verhaftet.

(muv/reuters)