Nach seiner Rücktrittsankündigung hat der internationale Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi Lob von UNO-Generalsekretär erhalten. Bei den Betroffenen des Bürgerkrieges entschuldigt sich Brahimi.

Auf die Frage, was seine Botschaft an die Syrer sei, sagte er am späten Dienstagabend in New York: «Eine Entschuldigung, dass wir ihnen nicht so viel helfen konnten, wie sie es verdient haben. Die Tragödie in ihrem Land sollte überwunden werden.»

«Fast unmögliche Mission»

Brahimi, der knapp zwei Jahre lang als Nachfolger von Kofi Annan um einen diplomatischen Ausweg aus dem blutigen Konflikt gerungen hatte, warf mit sichtlicher Resignation das Handtuch: «Wie viel Zerstörung wird es geben, bevor Syrien wieder das Syrien wird, wie wir es kannten?», fragte er. Es sei «sehr traurig», dass er seine Position aufgebe, wo das Land in einem so schlimmen Zustand sei.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, er habe Brahimis Bitte, am 31. Mai auszuscheiden, «mit tiefem Bedauern» entsprochen. Ein Nachfolger sei noch nicht bestimmt. Ban lobte die Verdienste Brahimis, dabei hob er die Organisation der Genfer Friedensgespräche hervor. Brahimi habe «grosse Geduld» und «Beharrlichkeit» in einer nach seiner eigenen Einschätzung «fast unmöglichen Mission» an den Tag gelegt.

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Eingeständnis des Scheiterns

Brahimis Rücktrittsankündigung folgte sieben Wochen nach dem Eingeständnis, dass er nach den zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden zur Beilegung des Bürgerkriegs in Syrien vorerst keine Chance für weitere Gespräche sehe. Die zweite Runde der Gespräche in Genf war am 15. Februar ohne konkretes Ergebnis und ohne Datum für eine Fortsetzung zu Ende gegangen.

(awp/me/sim)