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Verhandlungen
Briten wollen EU-Bürger schneller abschieben

Kontrollen: Straffällige EU-Bürger stärker im Fokus. Keystone

Premier Theresa May hatte EU-Bürgern kürzlich zugesichert, sie sollten auch nach dem Brexit in Grossbritannien leben können. Das gilt aber offenbar nur, solange sie nicht straffällig werden.

Veröffentlicht am 26.06.2017

Wer als EU-Ausländer in Grossbritannien wiederholt und schwer straffällig wird, soll nach dem Brexit schneller abgeschoben werden als bisher. Das geht nach britischen Medienberichten aus einem Papier hervor, das Premierministerin Theresa May an diesem Montag in London vorstellen will.

Gesetzestreue EU-Ausländer sollen aber dieselben Rechte wie britische Staatsbürger bei Beschäftigung, Gesundheit und Rente bekommen, wie Brexit-Minister David Davis dem Sender BBC sagte. Eine Ausnahme sei das Wahlrecht.

EU-Bürger sollen dauerhaft im Land bleiben können

Die Abschiebe-Regelung solle für Menschen gelten, die Verbrechen begangen oder «irgendwelche Sicherheitsprobleme» verursacht hätten.

May hatte kürzlich beim EU-Gipfel in Brüssel in Aussicht gestellt, dass kein legal in Grossbritannien lebender EU-Bürger das Land nach dem EU-Austritt verlassen müsse. Demnach soll jeder eine Chance auf einen dauerhaft gesicherten Rechtsstatus bekommen. Die Europäische Union hatte skeptisch auf die von Grossbritannien angebotenen Bleiberechte für rund 3,2 Millionen EU-Bürger reagiert.

Vor einer Woche hatten London und Brüssel ihre Verhandlungen begonnen. Der Brexit soll bis Ende März 2019 vollzogen sein.

 

(sda/me/mbü)

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