Die britische Regierung macht mobil gegen den am Freitag wiedergewählten Joseph Blatter. Fifa-Sponsoren sollen dabei behilflich sein, den frisch Gekrönten vom Thron zu stossen.

Unternehmen wie die Kreditkartenfirma Visa, die Fast-Food-Kette McDonald’s und der Getränkekonzern Coca-Cola hätten kein Interesse daran, mit der «Kultur der Schmiergelder und Korruption» in Verbindung gebracht zu werden, sagte der britische Kulturminister John Whittingdale. Der Politiker bittet die Sponsoren deshalb um Hilfe bei den Bestrebungen, den Weltfussballverband umzukrempeln.

«Fifa muss sich ändern»

«Die Fifa muss sich ändern – und zwar jetzt», sagte Whittingdale am Montag vor den Parlamentariern in London. Die britische Regierung werde «alles» tun, was in ihrer Macht stünde, um den Wandel herbeizuführen. Fifa-Sponsoren müssten sich «lange und gründlich» überlegen, ob sie mit «so einer» Organisation assoziiert sein möchten.

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Der Kulturminister fügte an, dass die Regierungsorganisation «Serious Fraud Office» untersuche, ob britische Staatsangehörige oder Personen aus Grossbritannien in den Fifa-Korruptionsskandal involviert seien. Er bestätigte auch, dass die Inselregierung mit den Schweizer und den US-Behörden zusammenarbeite.

(bloomberg/ise)