Steuerparadiese wie die Kaimaninsel oder die Bermudas wollen künftig zur Vermeidung von Steuerflucht enger mit Grossbritannien und anderen EU-Ländern zusammenarbeiten. Dies kündigte der britische Finanzminister George Osborne an. Britische Überseegebiete, zu denen unter anderem die Kaimaninseln sowie die Bermudas zählen, müssen künftig automatisch Details zu den Inhabern von Bankkoten sowie zum Umgang damit bereitstellen, erklärte das britische Finanzministerium.

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Die Informationen sollen auch Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zugänglich gemacht werden. Die Länder hatten sich vergangenen Juni darauf verständigt, im Kampf gegen Steuerhinterziehung enger zusammenzuarbeiten.

Der Kampf gegen Steuerflucht ist ein wichtiges Thema innerhalb der EU. Zuletzt hatte sich Luxemburg bereiterklärt, künftig Informationen über Bankkonten von Ausländern an die EU zu liefern. Dem verschließt sich innerhalb der EU bislang nur noch Österreich. Grossbritannien war zuletzt insbesondere von Österreich wegen der Steueroasen in den britischen Überseegebieten kritisiert worden.

(tke/reuters)