Eine Expertengruppe mit Wirtschaftsvertretern soll die Zukunftsperspektiven des Finanzplatzes analysieren und Empfehlungen formulieren. Der Bundesrat hat beschlossen, eine solche Gruppe unter Leitung von Wirtschaftsprofessor Aymo Brunetti einzusetzen.

Eine Expertengruppe unter Leitung Brunettis hatte im Juni einen Bericht präsentiert, in welchem sie der Schweiz Schritte hin zum automatischen Informationsaustausch empfahl. Mit der EU sollte die Schweiz aus Sicht der Experten schon vor Einführung eines globalen Standards über den automatischen Informationsaustausch verhandeln.

Von bürgerlicher Seite wurde verschiedentlich kritisiert, dass der Gruppe keine Bankenvertreter angehörten. Der Bundesrat geht nun auf entsprechende Forderungen ein: Er wolle eine «breit abgestützte» Expertengruppe einsetzen, teilte das Finanzdepartement (EFD) mit.

Diese werde aus Vertretern des Bundes, der Privatwirtschaft und der Wissenschaft zusammengesetzt. Die Tätigkeit der Gruppe ist bis Ende 2014 befristet. Die personelle Zusammensetzung bestimmt das EFD nach Rücksprache mit den in der Gruppe vertretenen Behörden und Stellen.

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(sda/vst)