Vor einem Monat hat die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) zehn Grosshändler mit einer Busse belegt. Dies wegen Beschränkung von Parallelimporten bei französischsprachigen Büchern. Mindestens drei der gebüssten Grosshändler fechten die Busse nun vor dem Bundesverwaltungsgericht an.

Zu den Beschwerdeführern gehört der Verlag Dargaud (Suisse), wie dessen Geschäftsführer Simon Kummer auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Die Vorwürfe der Weko seien im Fall seines Unternehmens haltlos, sagte Kummer.

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Die Wettbewerbskommission hatte den zehn Buchhändlern vorgeworfen, Parallelimporte französischsprachiger Bücher verhindert und die Preise damit künstlich hoch gehalten zu haben. Sie belegte die Verlage mit Bussen zwischen 100'000 Franken und 5 Millionen Franken.

Neben Dargaud (Suisse) wollen auch die beiden Grosshändler Interforum und Servidis die Sanktionen nicht hinnehmen. Sie haben ebenfalls innerhalb der 30-tägigen Frist Rekurs eingelegt.

Offenerer Markt

Indem sie den Grosshändlern vorschreibt, den Buchhändlern auch alternative Beschaffungskanäle zu ermöglichen, erhofft sich die Weko einen offeneren und wettbewerbsfähigeren Markt für die Westschweizer Konsumenten.

Der Westschweizer Buchhändler- und Verlegerverband ASDEL befürchtet seinerseits negative Effekte durch den Weko-Entscheid. Dieser könne aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage für einige Buchhändler das Ende bedeuten, sagte Präsidentin Françoise Berclaz.

(tke/muv/sda)