SVP, CVP, BDP und Grünliberale akzeptieren die Spenden. Die FDP dagegen will nicht sagen, ob sie die Angebote der beiden Grossbanken annimmt.

Mit Angaben zur Höhe der Spenden halten sich die Parteien zurück. Einzig GLP-Präsident Martin Bäumle sagt auf Anfrage, seine Partei erhalte von UBS und CS jeweils etwa 30'000 Franken. Das Geld sei bereits geflossen.

SVP, CVP und BDP geben keine Auskunft darüber, wie viel Geld sie erhalten. Der SP hätte die CS laut SP-Präsident Christian Levrat rund 200'000 Franken ausgerichtet. Bei den Grünen wären es laut Generalsekretärin Miriam Behrens rund 65'000 Franken gewesen. Das Geld, auf das eine Partei verzichtet, wird nach Angaben der CS nicht an die übrigen Parteien verteilt.

Verteilung nach Sitzstärke

Im Frühjahr 2012 hatten nacheinander die Raiffeisen-Bank, die Credit Suisse und die UBS bekanntgegeben, künftig alle grossen Parteien finanziell zu unterstützen. Die Spenden bemessen sich an der Sitzstärke im Parlament.

Die Raiffeisen gibt pro Jahr 246'000 Franken an die Parteien - 2674 Franken für jeden Ständerat und 615 für jeden Nationalrat. Demnach stehen der SP jedes Jahr knapp 58'000 Franken zu. Credit Suisse und UBS berücksichtigen bei ihren Spenden nur Parteien, die auf nationaler Ebene Fraktionsstärke haben oder - im Fall der UBS - in mindestens einem Kanton Regierungsverantwortung tragen.

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Das Geld wird nach Massgabe der Sitzzahl auf Bundesebene und in den kantonalen Parlamenten verteilt. Genauere Angaben zum Verteilschlüssel machen die beiden Grossbanken nicht.

(tke/sda)