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Entscheid
Bund belohnt frühe Steuerzahler auch 2018 nicht

Bund: Erst wenn sich die Zinsen wieder erholen, steigt der Vergütungszins. Keystone

Auch im nächsten Jahr wird der Bund für vorzeitig bezahlte Steuern keinen Zins zahlen. Letztmals konnten sich Steuerzahler 2016 über ein Zückerchen freuen.

Veröffentlicht am 02.10.2017

Auf vorzeitig bezahlte Steuern zahlt der Bund auch 2018 keinen Zins. Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) teilte am Montag mit, dass der Vergütungszins bei null Prozent belassen wird.

Die Zinsen bewegten sich unverändert auf einem historisch tiefen Niveau, begründete das EFD den Entscheid. Wenn sich die Zinssätze wieder erholten, sei der Vergütungszins wieder anzuheben.

Nationalrat gegen Anhebung

Das EFD hatte den Vergütungszins bereits für das laufende Jahr auf Null gesenkt. Zuvor gab es für Vorauszahlungen der direkten Bundessteuern bis zum Fälligkeitstermin einen Vergütungszins von 0,25 Prozent.

Im Februar hatte der Nationalrat eine Motion seiner Finanzkommission abgelehnt, die den Bund beauftragen wollte, wieder einen Vergütungszins von mindestens 0,25 Prozent einzuführen.

Schwierigkeiten bei Budgetierung

Finanzminister Ueli Maurer stellt sich damals dagegen und wies auf die Marktverhältnisse mit tiefen Zinsen und Negativzinsen hin. Das Finanzdepartement habe den Zinssatz stets den Marktverhältnissen angepasst, sagte er.

Bevor das Finanzdepartement den Zins auf Null Prozent senkte, hatten immer mehr Firmen die direkte Bundessteuer vor der Fälligkeit eingezahlt, weil das Geld beim Bund besser angelegt war. Das verzerrte das Rechnungsergebnis des Bundes und erschwerte die Budgetierung.

(sda/jfr/me)

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