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Einsatz
Bund könnte Credit Suisse zur Kasse beten

Urs Rohner und Brady Dougan: Die CS soll Verantwortung für ihre Taten übernehmen.   Keystone

Die Schweizer Regierung hat sich im US-Steuerstreit für die Credit Suisse eingesetzt. Nun prüft der Bund, ob sie der Bank den Zeitaufwand verrechnen soll. Derweil gibt es Druck von Aktionärsseite.

Veröffentlicht am 21.05.2014

Der Einsatz des Bundes für die Credit Suisse ist möglicherweise nicht gratis. Der Bund prüfe, der Grossbank den Zusatzaufwand im Steuerstreit mit den USA zu verrechnen, teilte das Finanzdepartement auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit.

Die «Neuen Zürcher Zeitung» hatte in ihrer Mittwochsausgabe über die mögliche Kostenbeteiligung berichtet.

Schon UBS musste zahlen

Es werde erwägt, dass die Credit Suisse sich in geeigneter Art und Weise an den aufgelaufenen Kosten beteiligen wird, sagte Roland Meier, Sprecher beim Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD), zum NZZ-Bericht. Der genaue Betrag sei aber noch offen.

Bereits die UBS musste den Bund nach der Einigung mit den USA im Jahr 2009 bezahlen. Das Finanzdepartement verrechnete der UBS damals rund 26 Millionen Franken für die Behandlung des Amtshilfegesuchs der US-Steuerbehörde IRS.

Aktionärsvereingung Actares fordert

Die Aktionärsvereingung Actares forderte, die Credit Suisse müsse nun die Schuldigen ausfindig machen. Die für den Skandal Verantwortlichen müssten vor ein Gericht gebracht werden, schreibt Actares in einem Communiqué. Sie sollten sich an der Busse von 2,6 Milliarden Dollar beteiligen, die die Grossbank den US-Behörden zahlen muss.

Acatares verlangt deshalb einen Bericht über die Verantwortlichkeiten innerhalb der Grossbank. Die CS-Führung könne sich nicht so leicht aus der Verantwortung stehlen, heisst es weiter. Ansonsten ziehe man für die nächste Generalversammlung einen Antrag auf eine Sonderprüfung in Betracht.

(sda/dbe/sim)

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