1. Home
  2. Politik
  3. Bund lässt Männer- und Frauenlöhne vergleichen

Personal
Bund lässt Männer- und Frauenlöhne vergleichen

Bundeshaus: Der Bund hat eine Charta für gleiche Löhne lanciert. Keystone

Gleiches Gehalt für die gleiche Arbeit ist in der Bundesverfassung verankert. Dennoch zahlen viele Arbeitgeber Frauen immer noch weniger als Männern. Der Bund will mit gutem Beispiel vorangehen.

Veröffentlicht am 04.10.2016

Bis 2019 werden in der Bundesverwaltung alle Löhne in Bezug auf Lohngleichheit für Frauen und Männer unter die Lupe genommen. Finanzminister Ueli Maurer und die Spitzen der Personalverbände haben eine Vereinbarung zur Überprüfung der Lohngleichheit unterschrieben.

Eine solche Prüfung fand bereits vor vier Jahren statt. Die erneute Prüfung ist in der Personalstrategie für die Jahre 2016 - 2019 enthalten, wie das Eidgenössische Personalamt (Epa) mitteilte. Der Grundsatz «gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit» ist in der Bundesverfassung verankert.

Charta für gleiche Löhne

2009 lancierten Bund, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen den inzwischen gescheiterten Lohngleichheitsdialog. Eines der - zu wenigen - Unternehmen, die sich beteiligten, war die Bundesverwaltung. Wie das Personalamt bereits früher mitteilte, ergab der Dialog, dass es beim Bund Lohndiskriminierung nicht gibt.

Im September lancierte der Bund bereits eine Charta für gleiche Löhne für Männer und Frauen in öffentlichen Verwaltungen. Die öffentliche Hand soll demnach für gleichwertige Arbeit gleiche Löhne zahlen und so mit gutem Beispiel vorangehen. Zehn Kantone, 15 Gemeinden sowie der Bund gehörten zu den Erstunterzeichnern.

Bund will gegen Lohndiskriminierung vorgehen

Mit einer Änderung des Gleichstellungsgesetzes will der Bund zudem auf Gesetzesebene gegen Lohndiskriminierung vorgehen. Firmen mit mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollen dazu verpflichtet werden, alle vier Jahre ihre Löhne zu analysieren.

(sda/cfr/chb)

Anzeige