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Ausschreibung
Bund plant Verdoppelung der Flüge in Dübendorf

Flughafen Dübendorf: Bald könnten hier Privatflieger regelmässig starten. (Bild: Keystone)

Der Bund will, dass in Dübendorf künftig auch private Flieger starten. Er sucht deshalb nun einen Betreiber für den Fluplatz - und will dafür mehr Flüge und längere Betriebszeiten einrichten.

Von Stefan Eiselin
am 13.12.2013

Eines ist klar: Grosse Flugzeuge werden in Dübendorf nie abheben. Dies hielt der Bundesrat im Februar fest. Am Flugplatz vor den Toren Zürichs sollen aber nach dem Willen der Landesregierung neben Militärmaschinen künftig auch Privatflugzeuge starten und landen. Das ist auch der Traum des Flughafens Zürich. Denn er kommt langsam an seine Kapazitätsgrenze - das führt potenziell zu Verspätungen.

Die neben den grossen Maschinen operierenden kleinen Flieger verschärfen das Problem. Auf dem Flughafen Zürich werde es eng: «Das ist jetzt schon absehbar», sagte Flughafen-Chef Thomas Kern letztes Jahr in einem Interview mit der «Handelszeitung». Für ihn ist klar, wohin die Privatfliegerei ausweichen muss. «Ich könnte mir vorstellen, dass der Flugplatz Dübendorf ein geeigneter Ort wäre», so der Chef des Flughafens Zürich.

Dübendorf bekäme massiv mehr Flüge

Nun kommt er seinem Traum ein Stück näher. Denn das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) und das Militärdepartement VBS schrieben nun den Betrieb des zivilen Flughafens Dübendorf öffentlich aus. «Um den Flugplatz Dübendorf während mindestens 20 Jahren zivil weiternutzen zu können, sucht der Bund einen geeigneten zivilen Betreiber», schreiben die beiden staatlichen Stellen in einer Medienmitteilung.

Bedenken der Bevölkerung versuchen sie gleich zu zerstreuen. Die Zahl der jährlich möglichen Flüge würde auf etwa 28‘000 beschränkt, schreiben Bazl und VBS. Heute seien es insgesamt etwa 14‘000. «Die Betriebszeiten würden im Vergleich zum heutigen Militärbetrieb ausgeweitet, sind aber deutlich weniger lang als diejenigen des Flughafens Zürich.»

Ausschreibung endet im April

Interessenten für den Betrieb können sich nun bis zum 4. April bewerben. Der Bundesrat wird danach entscheiden, wie es weitergehen soll. Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega wird ihre Basis in Dübendorf dabei weiter betreiben. Für die Erstellung eines nationalen Innovationsparks bleibe zudem eine genügend grosse Landfläche.

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