Die Ausgaben des Bundes für Forschung und Entwicklung sind 2014 erstmals seit acht Jahren gesunken und wieder unter die Schwelle von 2 Milliarden gefallen. Hauptgrund dafür ist die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative (MEI).

Nach dem Ja vom 9. Februar 2014 stellte die EU vorübergehend ihre Zusammenarbeit im Bereich der Forschung ein. Die Beiträge des Bundes an die EU-Kommission gingen deshalb stark zurück. Von 453 Millionen Franken im Jahr 2012 sanken sie auf 77 Millionen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte.

Förderbeiträge machen Löwenanteil aus

Insgesamt gab der Bund 2014 für Forschung und Entwicklung (F+E) 1,966 Milliarden Franken aus. Gegenüber der letzten Erhebung von 2012 bedeutet dies ein Minus von 7 Prozent. Nach einem leichten Taucher im Jahr 2006 waren die Aufwendungen stark angestiegen und hatten 2012 erstmals die 2-Milliarden-Grenze überschritten.

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Die Beiträge zur Förderung von Forschungsaktivitäten machen jeweils den Löwenanteil der F+E-Ausgaben des Bundes aus. Gegenüber 2012 sanken sie 2014 um 10 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Franken. Auch die Mittel für Forschungsaufträge nahmen um fast einen Fünftel auf rund 83 Millionen ab.

Mehr Leute im F+E-Bereich

Für eigene Forschungsarbeiten wandte der Bund mit gut 190 Millionen Franken zwar deutlich mehr auf (plus 37 Prozent), doch vermochte dies den Rückgang nicht zu kompensieren. Auf Vollzeitstellen umgerechnet, beschäftigte der Bund 2014 rund 900 Personen im F+E-Bereich, was gegenüber 2012 einer Zunahme von 15 Prozent entspricht.

(sda/gku)