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Warnung
Bund warnt vor Anrufen angeblicher Bankangestellter

Kriminelle wollen Internet-Banking Daten von Ahnungslosen erschleichen. (Bild: Keystone)

Die persönlichen Daten für das E-Banking geraten immer stärker ins Visier von Verbrechern. Jetzt warnt der Bund vor falschen Anrufen der Bank.

Veröffentlicht am 02.05.2013

Internetbetrüger versuchen immer häufiger, E-Banking-Kunden zur Angabe persönlicher Daten zu verleiten. Und die Phishing-Methoden werden immer raffinierter. Der Bund warnt nun vor Anrufen angeblicher Bankangestellter.

Das Phishing sei auf dem Vormarsch, schreibt die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) in ihrem veröffentlichten Halbjahresbericht 2012. Sie beobachtet in der Schweiz seit letztem Herbst ein neues Vorgehen der Betrüger.

Zunächst werden Phishing-E-Mails versendet. Die Betrüger geben vor, dass die Bank zum Schutz des E-Banking-Kontos ein neues System installiert hat, um die Sicherheit zu verbessern. Ein Bankmitarbeiter werde sich mit dem Kunden telefonisch in Verbindung setzen, kündigen sie an. Das Opfer wird gebeten, die Telefonnummer anzugeben.

Anschliessend wird das Opfer angerufen und dazu bewegt, Passwort und Sicherheitsinformationen anzugeben. Der vermeintliche Bankmitarbeiter fordert die Betroffenen beispielsweise auf, einen Code in den Kartenleser einzugeben und das Ergebnis mitzuteilen. Mit diesen Angaben kann sich der Betrüger in das E-Banking-Konto einloggen und eine Zahlung auslösen.

Dieses Vorgehen sei neu in der Schweiz, heisst es im MELANI-Bericht. Der Telefonanruf werde jeweils professionell durchgeführt, die Betrüger sprächen oft Schweizerdeutsch.

(tke/sda)

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