Auf dem Werbebild für die Fliegeruhr zieht eine F/A-18  im Abendlicht dem Horizont entgegen. Das Label «Swiss Military» ziert das Zifferblatt. Dass die Armee für Piloten nie eine Uhr hergestellt hat, tut der Werbung keinen Abbruch. Mit der Schweizer Armee als Qualitätssiegel lässt sich gutes Geld verdienen.

Eine Handvoll Schweizer Hersteller vermarkten ihre Uhren seit Jahrzehnten damit – einen Obulus dafür entrichtet haben sie nie. Genauso wenig die Hersteller von Schokoladen, Rucksäcken und Kleidern, die für sich die Marken «Swiss Army», «Swiss Military» und «Swiss Air Force» eingetragen haben.

Mehr Markenschutz für Swiss Army

Doch nun soll Schluss sein mit dem Treiben dieser angeblichen Profiteure. Letztes Jahr hat das Parlament den Bundesrat beauftragt, seine Rechte für die Marken «Swiss Army», «Swiss Military» und «Swiss Air Force» durchzusetzen und den Schutz dieser Marken voranzutreiben. Dies, nachdem das Bundesverwaltungsgericht bereits 2009 urteilte, dass der Bund die Armee-Marke «Swiss Army» nicht an Drittfirmen abtreten dürfe.

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