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Neuheit
Bundespolizei schafft neue Korruptionsmeldestelle

Geldgeschenk: Das Bundesamt für Polizei will online dagegen ankämpfen. Flickr/CC/ Tax Credits

Das Bundesamt für Polizei will Korrpution bekämpfen. Dafür hat es ein Online-Portal geschaffen. Die Anonymität der Whistleblower soll gewahrt bleiben. Das ist eine Premiere.

Veröffentlicht am 15.09.2015

Wer nationale oder internationale Korruptionsfälle anonym melden will, kann das künftig bei einer neuen Anlaufstelle des Bundesamtes für Polizei (Fedpol) tun. Das Fedpol hat am Dienstag die anonyme Meldeplattform aufgeschaltet.

Die strafrechtliche Verfolgung von Korruption sei ebenso wichtig wie der Schutz von Zeugen und Hinweisgebern, schreibt das Fedpol in seiner Mitteilung. Die neue Meldeplattform garantiere Anonymität – und könne dadurch Repressalien beispielsweise durch den Arbeitgeber verhindern.

Anonymität gesichert

Über die Plattform könne das Fedpol zwar Kontakt zur meldenden Person aufnehmen. Ohne deren Einwilligung könne ihre Identität jedoch nicht ermittelt werden. Zudem befinde sich die Plattform auf einem Server ausserhalb der Bundesverwaltung. Die Anonymität setze die Hemmschwelle zur Meldung für Korruptionsfälle herunter, schreibt das Fedpol.

Bundesanwaltschaft (BA) und Fedpol erhoffen sich dank der Plattform neue Ermittlungsansätze in der nationalen und internationalen Korruptionsbekämpfung. Dafür sei das Wissen von Insidern ein entscheidender Faktor – mittels der Plattform wollen die Strafverfolgungsbehörden genau dazu Zugang erhalten.

Schweizer Premiere

Die Meldungen, welche auf der Plattform unter der Adresse www.korruptionsbekaempfung.ch eingehen, werden vom Fedpol überprüft und an die zuständigen Behörden übergeben.

Die Meldestelle sei die erste ihrer Art in der Schweiz, hiess es weiter. In Deutschland und Österreich seien mit ähnlichen anonymen Anlaufstellen bereits gute Erfahrungen gemacht worden.

(sda/ise)

 

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