Ueli Maurer erinnerte daran, dass das Rote Kreuz dieses Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiern könne. Seit 150 Jahren helfe die Schweiz überall auf der Welt. «Wir holen Verletzte aus den Trümmern, die Grossmächte überall in der Welt hinterlassen haben.»

Diese humanitäre Tradition gelte es weiterzuführen. Damit könne die Schweiz Profil gewinnen. «Da können wir etwas bewirken, was andere nicht können.»

Basis für die guten Dienste und Humanität sei die bewaffnete Neutralität. Diese wirke stabilisierend in Europa und in der Welt. Der VBS-Vorsteher warnte eindringlich vor den negativen Folgen der Initiative zur Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht, über die das Volk noch in diesem Jahr befinden muss.

Die allgemeine Wehrpflicht sei die Grundlage, um die Freiheit verteidigen zu können. Mit ein paar Patrioten und einigen Arbeitslosen, die in der Armee etwas verdienen wollen, könne die Freiheit nicht verteidigt werden.

Armee braucht mehr Mittel

«Ich will die beste Armee der Welt», bekräftigte der Vorsteher des Departementes Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) einmal mehr. «Das ist kein Witz». Die zweitbeste Armee genüge nicht, eine solche Armee bekomme «aufs Dach.»

Die beste Armee habe die Schweiz dann, wenn das Volk hinter ihr stehe. Seine grosse Sorge sei jedoch, dass die Armee nicht in genügendem Masse ausgerüstet werden könne. Deshalb müsse in Zukunft etwas mehr investiert werden, als dies bis jetzt der Fall gewesen sei.

Der dritte Wegweiser für die Zukunft der Schweiz ist für Maurer die Souveränität. Ein Problem kleiner Staaten sei, dass die Grossen dreinreden wollen. Die Schweiz dürfe sich nicht der Macht der Grossen beugen. Immer nachzugeben sei einfach, für die Rechte einzustehen, brauche viel Kraft und breite Schultern.

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Es habe in der Schweiz immer «vermeintliche Eliten» gegeben, die das Land als zu klein erachteten hätten und mit den Grossen liebäugelten, stellte der Bundespräsident fest. Diese seien jedoch immer wieder vom Volk in die Schranken gewiesen worden.

(tke/sda)