Der Bundesrat soll in einem Bericht prüfen, ob in der Schweiz ein Mutterschaftsurlaub vor der Geburt notwendig ist. Diesen Auftrag hat ihm der Ständerat erteilt.

In dem Bericht soll der Bundesrat die Anzahl der betroffenen Schwangeren und die Dauer der Unterbrüche aufzeigen. Die kleine Kammer hiess am Dienstag stillschweigend ein Postulat von Liliane Maury Pasquier (SP/GE) gut. Der Bundesrat hatte ebenfalls dessen Annahme gefordert.

Zwei Wochen Schonfrist

Bislang gebe es dazu keine verlässlichen Zahlen, begründet Maury Pasquier ihren Vorstoss. Gemäss Schätzungen unterbreche aber die grosse Mehrheit der Schwangeren ihre Erwerbstätigkeit vor dem Geburtstermin.

Untersuchen soll der Bundesrat dabei auch die finanziellen Aspekte. Es sei zu klären, in welchem Umfang ein Anspruch auf Vergütung bestehe, wenn eine Frau vorübergehend ihre Arbeit niederlege, erklärte Maury Pasquier. Als Möglichkeit schlägt sie vor, schwangeren Frauen mindestens zwei Wochen vor dem Geburtstermin den Mutterschaftsurlaub zu gewähren.

(sda/ise/gku)