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Globalisierung
Bundesrat will Finanzplatz mit Qualität und Stabilität

Bundesraetin Eveline Widmer-Schlumpf m Rednerpult:

Eveline Widmer-Schlumpf hat sich zur Finanzmarktpolitik im globalen Wettbewerb geäussert. Qualität, Stabilität und Integrität seien die Ziele, sagte die Bundesrätin am Kongress der Auslandschweizer.

Veröffentlicht am 17.08.2013

Der diesjährige Auslandschweizer-Kongress im Bündner Sport- und Ferienort Davos steht im Zeichen der Globalisierung. Dem zentralen Thema widmete sich auch Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf am Samstag, als sie den rund 400 Teilnehmern die Grüsse der Landesregierung überbrachte.

Globalisierung sei Realität, sagte Widmer-Schlumpf gemäss Redetext. Globalisierung sei weder gut noch schlecht. Weil sie mit Chancen und Risiken verbunden sei, gehe es darum zu entscheiden, wie die Chancen genutzt und die Risiken gemindert werden könnten.

Ein Player in der Vermögensverwaltung

Risiken und Chancen legte die Finanzministerin am Beispiel des global vernetzten Schweizer Finanzplatzes dar. Die Schweiz sei mit Abstand der grösste Standort für die grenzüberschreitende Vermögensverwaltung. Schweizer Finanzinstitute hätten im Jahre 2011 ausländische Vermögen im Wert von 2,1 Billionen Dollar (rund 1,95 Billionen Franken) verwaltet, was einem globalen Marktanteil von 30 Prozent entspreche.

Strategisch sei die Schweizer Finanzmarktpolitik darauf ausgerichtet, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, den Missbrauch zu bekämpfen und die Rahmenbedingungen der Volkswirtschaft zu verbessern. «Qualität, Stabilität und Integrität» seien die erklärten Ziele, sagte Widmer-Schlumpf.

Mit Trümpfen punkten

Die hohe Rechtssicherheit, das stabile politische Umfeld, ein gutes Ausbildungsniveau, hohe Qualität bei Produkten und Dienstleistungen oder die hervorragende Infrastruktur: das sind laut Bundesrätin Widmer-Schlumpf die Trümpfe der Schweiz im globalen Wettbewerb der Finanzplätze.

Die Schweiz halte Karten in der Hand, darunter Trümpfe, die«wir zum richtigen Zeitpunkt ausspielen müssen», sagte Widmer-Schlumpf. Ein Trumpf im Kartenspiel seien auch die Auslandschweizerinnen und -schweizer. Schweizerinnen und Schweizer, die sich im Ausland niederliessen, würden zu Botschafterinnen und Botschafter, indem sie schweizerische Werte lebten.

Vote électronique bei den nächsten Wahlen

Den Auslandschweizerinnen und -schweizern stellte die Bundesrätin eine Neuerung bei den nächsten eidgenössischen Wahlen im Jahr 2015 in Aussicht. Der Projekt Vote électronique soll ihnen die Teilnahme erleichtern.

Konkret sollen bei den Wahlen 2015 Versuche mit der elektronischen Stimmabgabe durchgeführt werden. Eine grosse Mehrheit der im Ausland lebenden Stimmberechtigten sowie eine grosse Anzahl von Kantonen sollen sich daran beteiligen.

(tke/sda)

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