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Politik

Bundesrat will Immobilienpreisindex einführen

Ab 2017 soll der neue Immobilienpreisindex die Entwicklung abbilden. (Bild: Keystone)

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in der Schweiz. Geht es nach dem Willen des Bundesrates sollen die Preisbewegungen ab 2017 in einem Index visualisiert werden.

Veröffentlicht am 07.11.2012

Wie sich der Preis von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen in der Schweiz entwickelt, soll künftig besser erkennbar sein. Der Bundesrat will einen Immobilienpreisindex einführen. Dieser soll ab 2017 die Preisentwicklung abbilden.

Der Immobiliensektor sei von grosser Bedeutung für die Schweizer Wirtschaft, begründet der Bundesrat seinen Entscheid. Zwar seinen verschiedene statistische Informationen dazu verfügbar, doch fehle eine amtliche Preisstatistik.

Die Entwicklung der Immobilienpreise sei ein wichtiger Konjunkturindikator, dessen Bedeutung im Zusammenhang mit der internationalen Finanzkrise noch zugenommen habe.

Grosses Interesse

Bei seinem Entscheid stützte sich der Bundesrat auf eine Machbarkeitsstudie. Diese habe gezeigt, dass das Interesse an einem Immobilienpreisindex gross sei, hält er fest.

Einige Fragen müssten allerdings vertieft abgeklärt werden. Auch sei nach geeigneten Datenquellen für den Index zu suchen. Das Bundesamt für Statistik (BFS) soll nun die Voraussetzungen dafür schaffen, dass der Immobilienpreisindex 2017 eingeführt werden kann.

Bis zu viermal pro Jahr

Die Autoren der Machbarkeitsstudie schlagen vor, dass der neue Index zunächst nur die Preisentwicklung bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen abbilden sollte. Erscheinen sollte er mindestens zweimal, besser viermal pro Jahr.

Abgebildet würden wohl die Wertentwicklung des Immobilienbestandes und die Transaktionen. Dies entspreche den prioritären Bedürfnissen der Nutzer und sei auch am ehesten realisierbar, heisst es in der Studie.

Immobilienblase erkennen

Die Autoren weisen darauf hin, dass derzeit viel von einer Immobilienblase in der Schweiz die Rede sei. Richtig erkennen lasse sich diese Gefahr aber nur mit Immobilienpreiszindizes, die die Marktentwicklung neutral und exakt beschrieben. Die privaten Indizes zeigten ein zu widersprüchliches Bild, als dass sich daraus eine zuverlässige Diagnose bilden liesse.

Ein Preisindex helfe auch dem Gesetzgeber, die Auswirkungen seiner Entscheidungen zu erfassen, heisst es in der Studie. Mit einem Immobilienpreisindex wäre es ferner möglich, die amtlichen Bewertungen für die Steuerbehörden mit einem geringeren Aufwand zu aktualisieren.

(tke/sda)

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