Die Bundesverwaltung plant die Beschaffung von mehr als 70'000 USB-Sticks. Gemäss Recherchen der «Schweiz am Sonntag» will die Verwaltung damit ihren Bedarf für die nächsten drei Jahre abdecken, wie das für den Kauf zuständige Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) auf Anfrage bestätigt.

Beim Grossteil der bestellten Geräte handelt es sich um unverschlüsselte Sticks. IT-Sicherheitsexperte Michael von Dach warnt, der breite Einsatz von unverschlüsselten USB-Sticks könne «durchaus gefährlich» sein. Beim Verlust seien die Daten «völlig ungeschützt».

Problematische Freiheit

Bundesangestellte müssen nur bei Dokumenten mit dem Vermerk «vertraulich» und «geheim» sichere Memory Sticks zu verwenden. Bei anderen Daten entscheiden die Mitarbeiter selber. IT-Spezialist Marc Ruef von der Spic AG hält diese Praxis für riskant: «Ich finde es eher problematisch, wenn man dem Benutzer überlässt, wann er die sichere Lösung verwendet.»

(me)