Die Konservative Partei von Premierminister David Cameron hat die für eine Alleinregierung nötige absolute Mehrheit im britischen Unterhaus gewonnen. Die Tories erreichten am Vormittag die Schwelle von 325 der 650 zu vergebenden Mandate. Die vier Sitze der nordirischen Sinn-Fein-Partei bleiben traditionell unbesetzt. «Dies ist der süsseste Sieg von allen», rief Cameron am Vormittag den Mitgliedern seines Wahlkampfteams zu.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Meinungsumfragen hatten ihm deutlich weniger Sitze und sogar die mögliche Ablösung als Regierungschef vorausgesagt. Cameron will am Mittag gemeinsam mit seiner Frau Samantha das britische Staatsoberhaupt, Königin Elizabeth II., im Buckingham-Palast besuchen und danach eine öffentliche Erklärung abgeben.

Köpferollen nach Wahlpleite

Aus der Abstimmung am Donnerstag gingen die oppositionelle Labour-Partei von Herausforderer Ed Miliband, die bisher mitregierenden Liberaldemokraten und die Rechtspopulisten von UKIP als Verlierer hervor. UKIP-Chef Nigel Farage und der liberale Parteichef Nick Clegg traten von ihren Ämtern zurück. Ed Miliband tat es den beiden gleich. Am frühen Nachmittag kündigte der Labour-Führer an, sein Amt niederzulegen.

Zu den Gewinnern zählten die schottischen Nationalisten. Die nur in Schottland angetretene Unabhängigkeitspartei SNP errang im nördlichen Teil Grossbritanniens 56 der 59 dort zu vergebenden Sitze.

(awp/ise)