Mit 186 Millionen Franken standen europäische Staaten Ende 2011 bei der Schweiz in der Kreide. Alles offene Rechnungen für die Behandlung von Patienten in Schweizer Spitälern. Dies bestätigt Harald Sohns, Sprecher des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV), dem «SonntagsBlick».

Mit rund 12,8 Millionen Franken stand gemäss BSV Ende 2011 Griechenland in der Kreide. Berücksichtigt sind nur die Fälle, denen die griechische Kasse im Vo­raus einer Behandlung in der Schweiz zugestimmt hat. Solche «Zustimmungsfälle» machen zwischen 75 und 85 Prozent des Gesamtvolumens aus.

Weil stossend sei, dass trotz dieser Zustimmung die Kosten nicht rechtzeitig rückerstattet werden, hat das BSV nun mit einer «vorläufigen Massnahme» reagiert. Sohns sagt zu SonnagsBlick: «Die Schweizer Spitäler wurden angewiesen, bei geplanten Behandlungen eine Vorauszahlung durch die griechische Krankenversicherung oder durch die Patienten zu verlangen.»

Im Klartext heisst das laut Gregor Lüthy, Sprecher des Universitätsspitals Zürich: «Patienten aus Griechenland werden nur noch nach Errichtung ­eines Depots aufgenommen.» Diese Regelung gilt nicht für Notfallbehandlungen von Griechen in der Schweiz.

(aho)