Nach dem mutmasslich islamistischen Anschlag auf «Charlie Hebdo» ist im Internet ein reger Handel mit der aktuellen Ausgabe der französischen Satire-Zeitung entstanden – mit teils astronomischen Preisen.

Exemplare der Wochenzeitung – nach dem Anschlag am Mittwoch rasend schnell an den Kiosken ausverkauft – wurden auf der Auktionsplattform Ebay in der Rubrik «Sofort-Kaufen» für teilweise 100'000 Euro angeboten.

75'000 Euro für «Charlie Hebdo»-Heft

Bei Versteigerungen lagen die Gebote für das «Charlie Hebdo»-Heft Nummer 1177 am Donnerstagnachmittag in einem Fall bei 75'000 Euro. Das bedeutet aber nicht, dass die Zeitung letztlich tatsächlich zu dem Preis verkauft wird, weil der Höchstbietende noch einen Rückzieher machen kann.

Der Verkauf der Zeitungen im Netz sorgte teilweise für Unmut bei Internetnutzern, die den Handel als verwerflich brandmarkten. Ein Twitter-Nutzer schrieb etwa: «Business ist business, das ist traurig.»

(sda/ise)

Die ermordeten Zeichner von «Charlie Hebdo»

1|4

Zwölf Menschen wurden auf der Redaktion der Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» ermordet – mutmasslich von Islamisten. Zu den Opfern gehören auch vier prominente Zeichner. Stéphane Charbonnier alias Charb. Der Verlagsleiter und Zeichner stand schon lange auf der Abschlussliste der Islamisten. Seit einem Bombenanschlag auf die Redaktion im Jahr 2011 erhielt er Polizeischutz. Gegen die Gewalt der Angreifer waren jedoch auch seine Wachen machtlos.