China will die Einfuhrzölle für Schweizer Uhren in den kommenden zehn Jahren um insgesamt 60 Prozent senken. Im ersten Jahr sollen die Abgaben um 18 Prozent und danach jährlich um fünf Prozent reduziert werden, teilte das Handelsministerium der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft mit.

Nur noch wenige Zölle

China und die Schweiz vereinbarten beim Staatsbesuch des chinesischen Premierministers Li Keqiang am vergangenen Freitag ein Freihandelsabkommen, das im Juli unterzeichnet werden soll. Die Schweiz wird für Güter aus China nur noch in wenigen Fällen einen Zoll erheben. Im Gegenzug sollen 84 Prozent der Schweizer Exporte ins Reich der Mitte abgabenfrei sein. Die Schweiz ist das erste Land mit einem Freihandelsabkommen mit China auf dem europäischen Kontinent.

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Geschenke unter Geschäftsfreunden verpönt

Schweizer Luxusuhren hatten sich in den vergangenen Monaten in China nicht mehr so gut verkauft wie früher. Teure Uhren als Geschenke unter Geschäftsfreunden sind zunehmend verpönt.

Die geplante Zollsenkung gab den Aktien der beiden Uhrenhersteller Swatch und Richemont Auftrieb. Die Aktie des Richemont-Konzerns, der Edelmarken wie Jaeger-LeCoultre und IWC herstellt, legte an der um 0,2 Prozent etwas schwächeren Börse um 0,7 Prozent zu. Swatch stiegen um 0,4 Prozent.

(chb/rcv/reuters)