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China plant weitere Aufrüstung wegen Inselstreit

Chinesisches Atom-U-Boot: Aufrüstung geht weiter. Keystone

China will die Militärausgaben um bis zu acht Prozent erhöhen. Die Rüstung wird so stärker wachsen, als die Wirtschaft insgesamt. Hintergrund ist unter anderem der Inselstreit im Südchinesischen Meer.

Veröffentlicht am 04.03.2016

China will in diesem Jahr seine Militärausgaben nicht mehr so stark wie in den Vorjahren steigern. Das Budget für die Streitkräfte werde um «sieben bis acht Prozent» angehoben, kündigte die Sprecherin des Volkskongresses, Fu Ying, am Freitag an.

Wie schon in den vergangenen Jahren wachsen Chinas Militärausgaben damit zwar weiter schneller als das Wirtschaftswachstum des Landes. Der erneute Anstieg fällt aber deutlich geringer aus, als von vielen Experten erwartet worden war. Sie hatten mit einer Anhebung der Ausgaben von rund zehn Prozent wie im Vorjahr gerechnet.

Menschen seien über Inselstreit besorgt

Fu Ying verteidigte zudem den Bau von Landebahnen und die Stationierung von chinesischen Luftabwehrraketen auf Inseln im Südchinesischen Meer. Es handle sich dabei nicht um eine Militarisierung. Die Inseln seien «so weit vom Festland entfernt, dass sie ihre eigenen Verteidigungsmöglichkeiten benötigten».

Die Menschen in China seien besorgt und nicht glücklich, wenn die territoriale Unabhängigkeit und die maritimen Rechte des Landes weiterhin ausgehöhlt würden.

Öl- und Gasvorkommen vermutet.

Das Südchinesische Meer liegt zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Ein Drittel des weltweiten Schiffsverkehrs wird dort abgewickelt. In der Region werden grosse Öl- und Gasvorkommen vermutet. China beansprucht jedoch 90 Prozent des 3,5 Millionen Quadratmeter grossen Gebietes, was bei den Nachbarstaaten immer wieder Proteste auslöst.

(sda/gku)

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