Wer die chinesische Nationalhymne «unangemessen» spielt, muss künftig in China mit 15 Tagen Haft rechnen. Der ständige Ausschuss des Volkskongresses verabschiedete am Freitag in Peking ein entsprechendes Gesetz, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Die Hymne darf demnach nicht bei Beerdigungen, in Werbefilmen und bei «unangebrachten» privaten Gelegenheiten gespielt werden. Auch «böswilliges» Umformulieren der Strophen oder «respektlose» Darbietungen werden unter Strafe gestellt.

Zu wenig Respekt für das Lied

Zu den Anlässen, auf denen die Hymne gesungen werden darf, gehören politische Versammlungen, Flaggen-Zeremonien, wichtige diplomatische Anlässe und Sportveranstaltungen. Trotz der Einschränkungen ermutige das Gesetz laut Xinhua die Menschen, die Hymne bei «geeigneten Gelegenheiten» zu singen, um so «Patriotismus auszudrücken».

Das Gesetz sei notwendig, weil das Lied manchmal «in einer unverschämten Weise» verwendet und nicht genügend respektiert werde.

(sda/gku)

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