1. Home
  2. Politik
  3. China will Lust aufs Kinderkriegen machen

Massnahmen
China will Lust aufs Kinderkriegen machen

China will Zeugung von Kindern fördern
Chinesische Kinder: Regierung will für mehr Nachwuchs werben. Keystone

China hat im Vorjahr die Ein-Kind-Politik abgeschafft. Jetzt will die Regierung die Geburtenrate sogar fördern, zum Beispiel mit mehr Plätzen für Kinderbetreuung.

Nach dem Ende der Ein-Kind-Politik in China will die Regierung die Geburtenrate mit neuen Unterstützungsmassnahmen weiter ankurbeln. Der Staat müsse mehr Betreuungsplätze für Kinder schaffen und es Müttern erleichtern, nach der Geburt ihres Kindes wieder problemlos ins Arbeitsleben zurückzukehren, sagte der Chef der Kommission für Gesundheit und Familienplanung, Wang Peian, am Samstag am Rande des Volkskongresses in Peking.

Mit 18,5 Millionen Babys habe die Zahl der Geburten 2016 um rund 1,4 Millionen höher gelegen als im Durchschnitt der fünf vorherigen Jahre. Das entspreche zwar den Erwartungen, dennoch gebe es viele Familien, die bislang vor weiterem Nachwuchs zurückschreckten.

Schnelle Alterung und rückläufige Geburtenquote

Grund dafür seien wirtschaftliche Belastungen sowie die Frage, wer nach der Geburt das Kind betreuen soll. Nach Angaben der Regierung zögern bislang 60 Prozent der chinesischen Eltern, ein zweites Kind zu bekommen.

1979 hatte Chinas Führung die Ein-Kind-Politik angeordnet, um das Bevölkerungswachstum zu bremsen. Die Wende in der staatlich verordneten Familienpolitik erfolgte vergangenes Jahr als Reaktion auf die schnelle Alterung des Milliardenvolkes und die rückläufige Geburtenquote.

(sda/me)

Anzeige