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Freihandel
«China will Menschenrechte verbessern»

Johann Schneider-Ammann: Der Wirtschaftsminister schätzt die Transparenz. (Bild: Keystone)

Bundesrat Johann Schneider-Ammann verteidigt sich gegen die im Zusammenhang mit dem Abkommen aufgekommene Kritik – und lobt den chinesischen Ministerpräsidenten.

Veröffentlicht am 26.05.2013

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann kontert die Kritik an der Menschenrechtssituation in China, die im Zusammenhang mit dem ausgehandelten Freihandelsabkommen aufgekommen ist. Es gebe Anzeichen dafür, dass China bereit sei, die Situation zu verbessern.

Das Freihandelsabkommen mit China beinhalte «eine Präambel auf UNO-Menschenrechtsbasis», sagt Schneider Ammann in einem Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag». «Das ist keineswegs selbstverständlich.»

Parallelabkommen mit Sozialaspekten

Zudem widme sich ein Kapitel im Vertrag der ökologischen Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit dem Handel. «Und wir haben mit China ein Parallelabkommen zu den Sozialaspekten ausgehandelt», sagt der Wirtschaftsminister. «Das zeigt, dass die Chinesen bereit sind, ihre Situation zu verbessern.»

Der beste Beweis für ihn sei gewesen, «dass der chinesische Ministerpräsident in seinem NZZ-Artikel schrieb, er sei sich dem Menschenrechts-Aspekt bewusst und er wolle die Situation verbessern. Das ist erstmalig.»

Schneider-Ammann sagt weiter, dass sich Partner in offenen Märkten gegenseitig zu Transparenz treiben würden. «Jedes zusätzliche Stück Transparenz bedeutet, dass man sich der Kritik aussetzt - und korrigiert damit automatisch.»

Die Handelsverhältnisse bildeten eine Grundlage, um soziale und ökologische Verhältnisse verbessern zu können, gibt sich der Wirtschaftsminister zuversichtlich.

(vst/sda)

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