China wird die von der Volksrepublik selbst ins Leben gerufene neue Entwicklungsbank für Asien (AIIB) dominieren. China werde einen Anteil von 30,34 Prozent halten, kündigte das Finanzministerium am Montag an. Bei den Stimmrechten werde das Land 26,06 Prozent innehaben. Dem Ministerium zufolge sollen Staaten «aus der Region» zusammengefasst mit 75 Prozent an der Bank beteiligt sein, die Ende des Jahres ihre Arbeit aufnehmen soll.

Dieser Anteil soll, auch wenn neue Mitglieder zu der Bank stossen, nie unter die Marke von 70 Prozent rutschen. Indien wird demnach der zweitgrösste Anteilseigner, gefolgt von Russland. Deutschland wird mit rund vier Prozent und einem Kapitaleinsatz von insgesamt 900 Millionen Dollar viertgrösster Anteilseigner werden.

 

— Lukas Messmer (@messmerlukas) 29. Juni 2015

 

Konkurrenz zur Weltbank

Bisher haben 50 der 57 Gründungsmitglieder – darunter auch Deutschland und die Schweiz – den Vertrag unterzeichnet. Das genehmigte Grundkapital der AIIB soll bei 100 Milliarden Dollar liegen.

China hat die AIIB im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben, um mehr Geld für die Infrastruktur nach Asien zu leiten. Die Organisation wird von Experten als Konkurrenz insbesondere zur Weltbank gesehen, in der die USA dominieren.

(reuters/ise/hon)