Der Marktanteil der direkt importierten Autos ist im Vergleich zu den Einfuhren durch Generalimporteure von 17,9 Prozent im Juni auf 5,04 Prozent im Juli gesunken. Im Juni wurden 7136 Autos direkt in die Schweiz importiert, im Juli waren es noch 1261.

Der Grund dafür ist die Einführung des CO2-Gesetzes auf Anfang Juli. Damit lässt sich nun erstmals anhand von Zahlen, die dem «Sonntag» vorliegen, zeigen, dass die Art, wie dieses Gesetz ausgestaltet ist, zu Wettbewerbsverzerrungen führt.

Denn Grossimporteure, die mehr als 50 Autos pro Jahr importieren, dürfen die CO2-Emissionen der verschiedenen Fahrzeuge miteinander verrechnen. Weil der Durchschnitt sanktioniert wird, können sie Fahrzeuge mit hohen Emissionen importieren und dennoch allfällige Bussen vermeiden.

Kleinimporteure vom Gesetzt benachteiligt

Ein Kleinimporteur hat diese Möglichkeit nicht und wird so vom Gesetz benachteiligt. Der Preisüberwacher, der letzten Donnerstag seinen Bericht zu «Frankenstärke und Preise» vorgelegt hat, befürchtet darin eine Abnahme der Wettbewerbsintensität.

Der starke Franken sowie Liberalisierungen auf dem Automarkt haben seit Januar 2011 dazu geführt, dass ein immer grösserer Anteil von Privaten und Kleinimporteuren Autos in die Schweiz eingeführt haben.

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Deshalb mussten auch die Generalimporteure ihre Preise senken», sagt Joel Thiebaud, Generalsekretär beim Verband Freier Autohandel Schweiz (VFAS). Um diesen Druck aufrechtzuerhalten, brauche der Direktimport einen Marktanteil von 10 Prozent.

Die Zahlen für den August deuteten jedoch darauf hin, dass sich dieser Anteil bei 7 bis 8 Prozent einpendeln werde. Es braucht einen gesunden Anteil Direktimporte, um die Marktmacht der offiziellen Importe zu brechen und faire Verkaufspreise für Konsumenten zu ermöglichen», sagt Thiebaud.

(aho)