Die deutschen Grünen fordern die Bundesregierung auf, die Gehälter von Vorständen der Commerzbank wieder auf 500'000 Euro pro Jahr per Gesetz zu begrenzen. Das geht aus einem Abstimmungsantrag der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, wie die «Neuen Osnabrücker Zeitung» berichtet.

In dem Schreiben heisst es, die Bundesregierung möge prüfen, «die Vorstandsgehälter der Commerzbank wieder auf 500'000 Euro oder darunter zu senken und die Abfindungsansprüche ausscheidender Vorstandsmitglieder zu kürzen». Darüber hinaus solle ein Gesetzentwurf vorgelegt werden, wonach auch andere Unternehmen, die Staatshilfe in Anspruch nehmen, keine Gehälter über einer halben Million Euro auszahlen dürfen.

2010 hatte ein Gesetz der Koalition die Begrenzung von 500'000 Euro pro Jahr im Fall der Commerzbank aufgehoben. «Schwarz-Gelb hat exzessive Gehälter bei einer Pleitebank nicht nur hingenommen, sondern extra ermöglicht», sagte der Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

Anzeige

«Dieses Lobby-Geschenk für Bankmanager muss dringend rückgängig gemacht werden.» Vor allem der Vorstandsvorsitzende Martin Blessing war in die Kritik geraten, weil er im Jahr 2012 ein Fixgehalt von rund 1,3 Millionen Euro erhalten hatte.

(vst)