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Credit Suisse kriegt Ärger wegen «Panama Papers»

Die amerikanischen Behörden fordern offenbar von der Credit Suisse Auskunft in Bezug auf die sogenannten «Panama Papers». Das berichten diverse Medien. Auch andere Grossbanken sind betroffen.

Veröffentlicht am 22.04.2016

Die Credit Suisse ist offenbar im Zusammenhang mit den «Panama Papers» im Visier der US-Behörden. Das New York Department of Financial Services (NYDFS) habe unter anderem von der Schweizer Grossbank gefordert, alle Dokumente und jegliche Korrespondenz mit dem Rechtsdienstleister Mossack Fonseca mit Sitz in Panama-Stadt zu liefern, berichten diverse Medien unter Berufung auf der Sache nahestehenden Quellen. Auch Société Generale und die Deutsche Bank sowie weitere zehn Institute, die in den Dokumenten zitiert worden seien, hätten die Aufforderung erhalten.

Die 13 Banken sollen zudem alle Kenntnisse über Transaktionen mit der Kanzlei offenlegen. Die Anfrage müsse bis zum 29. April beantwortet werden, heisst es in den Berichten weiter. Im Anschreiben an die Banken wird ihnen zum jetzigen Zeitpunkt aber wohl kein Fehlverhalten vorgeworfen.

Kein Kommentar bei den Banken

Laut den Medienberichten wollten weder das NYDFS noch die Credit Suisse, Société Generale oder die Deutsche Bank einen Kommentar abgegeben. Anfang April hatte CS-CEO Tidjane Thiam im Zusammenhang mit den «Panama Papers» versichert, dass man die Nutzung von Offshore-Strukturen zur Steuerhinterziehung oder für andere nicht-transparente Aktivitäten nicht dulde.

Die Aufdeckung von mehr als hunderttausenden Briefkastenfirmen von Politikern und Sportstars in Panama durch ein internationales Journalistennetzwerk Anfang April hatte weltweit Regierungen auf den Plan gerufen.

(awp/gku)

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