Verheiratete sollen nicht mehr Bundessteuern bezahlen als Paare, die im Konkubinat leben. Dieses Ziel verfolgt die CVP mit ihrer Initiative «Heiratsstrafe abschaffen!». Aber nicht nur das: Das Begehren verlangt auch, dass Ehepaare bei der AHV-Rente gegenüber Unvermählten nicht mehr benachteiligt sind.

Mitinitiant Gerhard Pfister sagt es der CVP klar, dass die Ehepaar-Rente nicht von einem Tag auf den anderen auf 200 Prozent steigen könne. Aber die einzelnen Etappen müssten dahin führen, dass «keine Diskriminierung» mehr vorliege, so der Zuger Nationalrat.

1 Milliarde Minus und 2,4 Milliarden Mehrausgaben

Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat jetzt für Sonntagsblick berechnet, was das kostet. Es wird für die AHV teuer. Würde die Ehepaar-Rente nur schon auf 155 Prozent steigen, müsste das Sozialwerk 450 Millionen Franken mehr ausbezahlen. Und würde sie gar auf 200 Prozent angehoben, wären es fast 2,4 Milliarden.

Zusammen mit den erwarteten Ausfällen bei der Bundessteuer von einer Milliarde könnte die AHV also eine Milliarde Mindereinnahmen und 2,4 Milliarden Mehrausgaben haben.

(chb)