Auf das britische Parlament ist eine Cyber-Attacke verübt worden. Es soll Versuche gegeben haben, Zugang zu Benutzerkonten des Parlaments zu bekommen, bestätigte ein Parlamentssprecher am Samstag.

Er wollte allerdings keine Angaben machen, zu welchen Informationen die unbekannten Täter Zugang bekommen haben könnten. In den vergangenen Tagen hatte es vage Berichte in britischen Medien gegeben, dass Hacker online Passwörter von Abgeordneten zum Verkauf anbieten.

Mehrere Angriffe

Der Politiker Henry Smith von den Konservativen nahm die Störungen mit Humor: «Wir haben eine Cyber-Attacke von Kim Jong Un, Putin oder einem Kind im Keller seiner Mutter», twitterte er.

Erst im vergangenen Mai verübten Unbekannte eine weltweite Cyber-Attacke. In Grossbritannien legten die Kriminellen dabei viele Spitäler und Arztpraxen teilweise lahm. Die Erpressungssoftware «Wanna Cry» traf nach Angaben von Europol mindestens 150 Länder.

Auch aus den USA, Deutschland oder Frankreich gab es in der jüngsten Vergangenheit Cyber-Angriffe auf Behörden, Parteien und Parlamentsmitglieder. In vielen Fällen werden Verbindungen zu russischen Geheimdiensten vermutet.

(sda/cfr)