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Vergeltung
Cyber-Attacke auf Angela Merkel

Angela Merkel: Die Homepage der Kanzlerin wurde lahmgelegt.

Deutschland und die Kanzlerin wurden zum Opfer von Internet-Kriminellen. Die Webseiten der Bundesregierung und der Bundeskanzlerin wurden von einer anonymen Gruppe lahmgelegt.

Veröffentlicht am 07.01.2015

Hacker haben am Mittwoch die Internetseite von Bundeskanzlerin Angela Merkel lahmgelegt. Der schwere Angriff auf die vom Bundespresseamt betriebenen Homepages habe am Morgen gegen 10.00 Uhr begonnen, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert.

Ziel der Hacker sei es offenbar, das Rechenzentrum eines Dienstleisters zu überlasten, von dem aus die Seiten www.bundeskanzlerin.de, www.bundesregierung.de und www.cvd.bundesregierung.de verwaltet werden. Die Internetseiten liessen sich daher zeitweise nicht aufrufen. Einzelheiten zu der Cyber-Attacke könne er noch nicht nennen. «Es sind Gegenmassnahmen eingeleitet», sagte Seibert. «Und vor allem ist auch das Bundesamt für Sicherheit (BSI) in der Informationstechnologie informiert, die Analysen laufen».

Stecken Ukrainer dahinter?

Seibert wollte sich nicht zu Medienberichten äussern, nach denen sich die ukrainische Hackergruppe CyberBerkut zu dem Angriff bekannt und ihn mit dem Besuch des ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk am Mittwoch in Berlin begründet hat. Deutschland dürfe einem kriminellen Regime in Kiew, das einen blutigen Bürgerkrieg entfesselt habe, keine politische und finanzielle Unterstützung leisten, zitierte die ARD aus der Erklärung der Hacker.

Berkut war der Name einer in der Bevölkerung verhassten Spezialeinheit, die unter dem gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch dem Innenministerium in Kiew unterstellt war. Während der Proteste gegen Janukowitsch auf dem Kiewer Maidan-Platz wurden ihr tödliche Angriffe auf Demonstranten vorgeworfen.

(reuters/ise)

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