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Armut
Darfur droht zu Brutstätte für Islamisten zu werden

 

Hunderttausende Menschen wurden seit 2003 im Westen des Sudan getötet, Millionen vertrieben. Nun warnt die UN in ihrem Jahresbericht vor den Folgen des Disasters für die westliche Welt.

Veröffentlicht am 24.01.2015

Die sudanesische Unruheregion Darfur droht nach Angaben der Vereinten Nationen zur Brutstätte für Islamisten zu werden. Das Gebiet im Westen des Sudan könnte «potenziell fruchtbarer Boden» für den Einfall von Islamisten sein, warnte ein von den UN eingesetztes Expertengremium in seinem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht.

Zum einen seinen die Grenzen durchlässig. Zum anderen gebe es enge Beziehungen zwischen Stämmen im Sudan und in Libyen, Mali, Niger und der Zentralafrikanischen Republik. Das Ausmass der Bedrohung lasse sich aber noch nicht konkret beschreiben.

Hunderttausende getötet, Millionen vertrieben

In Darfur liefern sich seit 2003 verschiedene Volksgruppen und die Regierung in Khartum einen Konflikt, in dem nach Angaben der UN 300.000 Menschen getötet und Millionen weitere vertrieben wurden. Eine Konfliktpartei sind von der Regierung unterstützte arabische Reiter-Milizen.

Die Lage in Darfur ist nach wie vor prekär. So seien allein zwischen Dezember 2013 und April 2014 mehr als 3320 Dörfer zerstört worden, heisst es in dem Bericht des UN-Gremiums unter Berufung auf die Regionalbehörde von Darfur.

(reuters/moh)

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