Im Übernachtungsgewerbe steigt die Fieberkurve: Nächsten Montag entscheidet der Ständerat über die sogenannte Lex Booking, die ausländischen Online-Buchungsportalen wie Booking.com und Expedia engere Fesseln anlegen will. Eine aktuelle Studie aus Deutschland liefert nun neue Erkenntnisse über die Auswirkungen eines Verbots von Preisvorgaben zulasten der Hotellerie.

So erhöhen Beherbergungsbetriebe laut der Erhebung ihre Angebote auf den Buchungsplattformen in Ländern, welche solche «Knebelverträge» untersagen. Zugleich senkte ein Drittel der Hotels die Zimmerpreise auf den eigenen Websites. «Die Studie zeigt, dass die Preise nach dem Verbot solcher Preisklauseln in Bewegung geraten sind», sagt Christophe Hans vom Verband Hotelleriesuisse in der «Handelszeitung». Der Wettbewerb spiele eben durch die Hoteliers, nicht durch die Buchungsplattformen.

Booking.com sieht sich bestätigt

Booking.com sieht dagegen seine Befürchtungen mit der Studie bestätigt. So würden die Hotels ohne Preisvorgaben die Plattformen nutzten, um von den Zimmersuchenden wahrgenommen zu werden – dann jedoch die Gäste zur Buchung mit günstigeren Preisen auf die eigene Website locken. «Nur mit engen Bestpreisklauseln kann dieses Trittbrettverhalten unterbunden werden», sagt Peter Lochbihler von Booking.com 

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