Mehr als 130 Führungsfiguren aus Wirtschaft und Politik sind am Freitag zur umstrittenen Bilderberg-Konferenz in der Nähe der britischen Stadt Watford zusammengekommen. Bei der Konferenz treffen sich alljährlich einige der einflussreichsten Menschen der Welt hinter verschlossenen Türen. Kritiker wittern einen Geheimbund und fordern deutlich mehr Transparenz.

Zu den Teilnehmern 2013 gehören nach einer im «Daily Telegraph» veröffentlichten Liste unter anderem der britische Finanzminister George Osborne, Konzernlenker wie BP-Chef Bob Dudley oder HCBC-Chef Stuart Gulliver, IWF-Chefin Christine Lagarde oder der ehemalige Deutsche-Bank-Chef und Zurich-Präsident Josef Ackermann. Auch diverse Schweizer stehen auf der Gästeliste (siehe Bildstrecke oben).

Internet, Afrika, Euro-Krise

Hinter verschlossenen Türen wollen die mehr als 130 Teilnehmer nach Medienberichten über das Wochenende Themen wie die Auswirkungen des Internets, die Situation in Afrika oder die Wachstumschancen für Europa und die USA diskutieren.

Kritiker versammelten sich bei Ankunft der «Bilderberger» vor dem Tagungshotel, um gegen die weitgehend abgeschottete Zusammenkunft zu protestieren. Die erste Bilderberg-Konferenz fand 1954 im gleichnamigen Hotel in den Niederlanden statt. Seitdem treffen sich die Teilnehmer an unterschiedlichen Plätzen, vor zwei Jahren auch in der Schweiz.

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(se/sda)