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Bilaterale
«Das ist die dümmste Aussage Blochers»

Hans Hess: «Wir würden um vier Jahrzehnte zurückgeworfen».  Keystone

Christoph Blocher habe schon viel Dummes gesagt, ärgert sich Swissmem-Präsident Hans Hess. Doch eine aktuelle Behauptung zur Beziehung zwischen der Schweiz und der EU schlage alles.

Veröffentlicht am 08.06.2014

Christoph Blochers erklärte wiederholt, dass das Freihandelsabkommen von 1972 mit der EU für die Schweiz genug sei. Das bringt Hans Hess in Rage. Der Präsident des Industrieverbandes Swissmem spricht von Blochers «dümmster Aussage». «Er hat schon manche dumme Aussage gemacht, aber das ist die dümmste», sagte Hess im Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag».

Das Freihandelsabkommen, das bei einem Wegfall der bilateralen Verträge die wirtschaftlichen Beziehungen praktisch alleine regeln würde, reiche nicht. Das bestätigten «die industriellen Unternehmer». «Wir würden gegenüber unserem wichtigsten Handelspartner um vier Jahrzehnte zurückgeworfen. Das wäre fatal», sagte Hess. Der SVP-Vizepräsident Blocher mache es offenbar zu seinem persönlichen Kampf, die Schweiz in die 1970er-Jahre zurückzukatapultieren. Hess spricht sich für die «Weiterführung des bilateralen Wegs» aus.

(sda/se)

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