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Das sind Clintons Pläne für die Wirtschaft

Langsam wird klar, was Hillary Clinton als US-Präsidentin für die Wirtschaft bedeuten würde. Ein Fünf-Punkte-Plan soll die US-Konjunktur ankurbeln. Dazu beitragen müssen insbesondere Superreiche.

Veröffentlicht am 23.06.2016

Die US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hat angekündigt, im Falle eines Wahlsiegs als Teil ihrer Wirtschaftsagenda Steuerschlupflöcher abschaffen zu wollen. Mit ihrem Wirtschaftsplan geht sie auch auf ihren partei-internen Rivalen Bernie Sanders zu.

«Lasst uns sicherstellen, dass die Wall Street, Konzerne und die Super-Reichen ihren fairen Anteil an Steuern bezahlen», sagte die Demokratin am Mittwoch in Raleigh im US-Bundesstaat North Carolina. Sollte der Kongress keine Reformen zur Abschaffung der Erleichterungen beschliessen, werde sie das Finanzministerium damit beauftragen.

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Die Änderung der Abgabenvorschriften sei ein Teil ihres Fünf-Punkte-Plans zur Ankurbelung der Konjunktur. Dieser sehe ausserdem umfangreiche Infrastruktur-Investitionen vor sowie Anreize für Firmen zur Gewinnbeteiligung ihrer Angestellten und die Einführung familienfreundlicherer Arbeitsbedingungen. Ausserdem soll die Ausbildung an Universitäten und Colleges erschwinglicher werden.

Clinton ging darüber hinaus auf Forderungen ein, die vor allem Anhängern ihres parteiinternen Rivalen Bernie Sanders wichtig sind. Sie kündigte an, sich einzusetzen für eine Erhöhung des Mindestlohns und eine Stärkung von Gewerkschafts-Rechten. Internationale Handelsabkommen, die US-Arbeitern schadeten, werde sie ablehnen.

Hartnäckiger Rivale

Sanders hatte der Ex-Aussenministerin überraschend lange die Präsidentschaftskandidatur streitig gemacht. Erst kurz vor Ende der Vorwahlen sicherte sich Clinton die nötige Stimmenmehrheit. Im Juli soll sie offiziell nominiert werden.

 (sda/jfr)

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