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Datenklau
Hacker-Attacke: 70'000 E-Mail-Zugänge gestohlen

70'000 E-Mails entwendet: Unbekannte stehlen erneut Daten in der Schweiz. Quelle: Keystone

Schon wieder: Unbekannte haben rund 70'000 Zugangsdaten zu Internet-Diensten gestohlen. Der Bund stellt ein Tool zur Verfügung, mit dem Nutzer prüfen können, ob sie betroffen sind.

Erneut haben Unbekannte rund 70'000 Zugangsdaten zu Internet-Diensten gestohlen. Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes (Melani) stellt ein Checktool zur Verfügung, mit dem alle Nutzer überprüfen können, ob sie betroffen sind oder nicht.

Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes (Melani) stellt wie bereits im vergangenen August erneut ein Checktool zur Verfügung, mit dem alle Nutzer überprüfen können, ob sie betroffen sind oder nicht. Bereits vor vier Monaten ist der Diebstahl von 21'000 Zugangsdaten zu Internet-Diensten bekannt geworden. Nun haben Unbekannte wieder zugeschlagen und diesmal rund 70'000 Zugangsdaten zu Diensten auf dem Internet gestohlen. Das geht aus einer Mitteilung vom Dienstag hervor. Die Liste enthalte Zugangsdaten, bestehend aus Login und Passwort.

In vielen Fällen bestehe der Benutzername der betroffenen Zugangsdaten aus der E-Mail-Adresse. Verwenden Internet-User bei solchen Logins für verschiedene Online-Portale dasselbe Passwort, ermögliche dies potenziellen Tätern auf einfache Weise, diese Zugangsdaten für illegale Zwecke wie Betrug, Erpressung, Phishing und anderes zu missbrauchen, schreibt Melani.

Der Bund rät Personen und Unternehmen, über das Checktool www.checktool.ch zu überprüfen, ob sie selber betroffen sind. Sollte ein Konto betroffen sein, gebe das Checktool eine entsprechende Meldung aus. Für diesen Fall rät Melani, umgehend das Passwort sämtlicher Online-Konten, die mit der betroffenen E-Mail-Adresse respektive dem Benutzernamen verknüpft sind, zu ändern.

Die Bundesstelle empfiehlt Betroffenen zudem, alle in den E-Mail-Kontakten aufgeführten Personen darüber zu informieren, dass sie beim Empfang von E-Mails mit dem betroffenen Absender vorsichtig sein und im Zweifelsfall rückfragen sollten. Zudem sollten vom Datendiebstahl betroffene Internetbenutzer in den kommenden Wochen jegliche Art von Kontoauszügen und Kreditkartenabrechnungen auf Unregelmässigkeiten überprüfen.

(sda/tdr/me)

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