Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte, Hanspeter Thür, hat Abklärungen zum neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 10 in die Wege geleitet. Die neue Version des beliebten Betriebssystem geriet wegen angeblich übermässigem Datenhunger in die Kritik.

Das Büro des Datenschützers werde falls notwendig eine Empfehlung erlassen, sagte Jean-Philippe Walter, der stellvertretende Datenschutzbeauftragte, in einem Gespräch mit der Westschweizer Zeitung «Le Temps» von Montag. Wenn nötig würde der Datenschützer auch vor Gericht ziehen, allenfalls sogar bis zum Bundesgericht.

Sieg der Piraten

Anfangs August hatte die Piratenpartei Schweiz den Datenschützer dazu aufgefordert, Windows 10 unter die Lupe zu nehmen. Die Software sauge Daten von Nutzerinnen und Nutzern ab und teile diese automatisch mit dem Hersteller. Dieser wiederum reiche die Daten an Dritte weiter, etwa an Werbeunternehmen.

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Mehrere Medien berichteten bereits, dass der Datenschützer Abklärungen ins Auge fasst. Der Datenschützer interessiert sich nun unter anderem dafür, welche persönlichen Daten abgegriffen, wohin sie geliefert und wie lange sie wo gelagert werden.

(sda/ise/me)